Kunstsammlungen des Benediktinerstiftes St. Paul

St. Paul im Lavanttal

Kunstsammlungen des Benediktinerstiftes St. Paul
Hauptstraße 1
9470 St. Paul im Lavanttal
Österreich

Telefon: (+43) (0)676 3416584
E-Mail: ausstellung@stift-stpaul.at
Website: http://www.stift-stpaul.at

Ansprechpartner/in: Bischofsvikar Dr. Gerfried Sitar, OSB

Wo sich einst die Burg der späteren Kärntner Herzöge (Spanheimer) erhob, begannen 1091 Mönche aus Hirsau ihr Leben nach den Regeln St. Benedikts. Eine wechselvolle Geschichte bestimmte das Geschick der Abtei. Im Mittelalter war das Kloster nicht nur ein Zentrum von Bildung und Wissenschaft, sondern auch der Kunst- und Kulturpflege. Weite Ländereien, die bis an die Adria reichten, begründeten den Wohlstand des Klosters und seinen politischen Einfluss. Heute noch erinnert die mächtige romanische Stiftskirche an dieses Zeitalter und erschließt die Welt der Architektur des 12./13 Jahrhunderts. 1787 wurde die Abtei durch Josef II. aufgelöst und erst 1809 durch den Konvent von St. Blasien im Schwarzwald wiederbesiedelt. Diesem Umstand ist es zu danken, dass St. Paul heute über eine der umfassendsten privaten Kunstsammlungen Österreichs verfügt. Die Bibliothek mit ihren weit über 100.000 Bänden und ca. 4000 Handschriften gilt neben der Nationalbibliothek in Wien als die bedeutendste Büchersammlung Österreichs (Ältestes Buch aus dem frühen 5. Jahrhundert, ältestes Druckwerk Gutenbergs, 1450). Bemerkenswert ist die Gemälde- und Grafiksammlung. Klingende Namen wie Rubens, Rembrandt, Tiepolo, Ribera, Van Dyck, Piazetta oder Sebastiano Ricci finden sich ebenso wie Pietro de Cortona oder Leonardo da Vinci. Die Welt des Kunsthandwerks wird in prächtigsten Arbeiten vor Augen geführt und entzündet den Lichtbogen menschlichen Schaffens.