Benediktinerstift Kremsmünster

Kremsmünster

Benediktinerstift Kremsmünster
Kunstsammlungen
4550 Kremsmünster
Österreich

Telefon: (+43) (0)7583 5275-158
Fax: (+43) (0)7583 5275-159
E-Mail: kunstsammlungen@stift-kremsmuenster.at
Website: http://www.stift-kremsmuenster.net

Ansprechpartner/in: P. Klaudius Wintz OSB

Das Stift Kremsmünster hat eine lange Sammlungsgeschichte, deren Objekte bis in die Gründungszeit zurückreichen. Prunkstück der Sammlung ist der Tassilokelch, der auf die späten 60er Jahre des 8. Jahrhunderts zurückgeht. In diese Zeit reichen ebenfalls die ersten Handschriften der Bibliothek zurück (Codex Millenarius). Mit dem politischen Aufstieg des Stiftes in der Gegenreformation begann eine systematische Sammlungstätigkeit, die sich zunächst auf niederländische Malerei (Breughel) und eine Wunderkammer konzentrierte. Besonders zu erwähnen sind Sammlungsstücke, die der rudolfinischen Sammlung in Prag entnommen werden konnten. Im 18. Jahrhundert sorgte die Aufklärung für eine Verlagerung der Sammlungsschwerpunkt in Richtung von Naturwissenschaften und Astronomie. Aus dieser Zeit stammt ein eigenes Sammlungsgebäude, das auf sieben Stockwerken eine enzyklopädische Sicht der Welt bot und bereits Mitte des 18. Jahrhunderts für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Das 19. Jahrhundert vertiefte die naturwissenschaftlichen Interessen und sorgte unter volkskundlichem Blickwinkel auch für eine Sammlung gotischer Tafelmalerei.
Wie bei jedem Barockstift bietet das Stift Kremsmünster reiche Zeugnisse der klösterlichen und äbtlichen Funktions- und Repräsentationsräume. Neben der barockisierten Stiftskirche sind die im 17. Jahrhundert neu errichtete Bibliothek, der Kaisersaal und der Fischbehälter zu erwähnen. Die Gärten des Stiftes zeigen frühe Gartenpavillons (Feigenhaus 1610, „Moschee“ zweigeschossiger Belvedere-Bau um 1645).