Domschatzkammer

Aachen

Domschatzkammer
Klosterplatz 2 (Postanschrift) / Johannes-Paul-II.-Straße (Besucheradresse)
52062 Aachen
Deutschland

Telefon: (+49) (0)241 47709 140
Fax: (+49) (0)241 47709 128
E-Mail: info@aachener-domschatz.de
Website: http://www.aachenerdom.de

Ansprechpartner/in: Dr. Birgitta Falk

Die Aachener Domschatzkammer birgt einen der bedeutendsten Kirchenschätze Europas. Kaiser Karl der Große ließ um das Jahr 800 in seiner Aachener Pfalz ein Kanonikerstift mit einer der Muttergottes geweihten Kirche – dem heutigen Dom – errichten. Nach seinem Tod 814 wurde er in der Kirche bestattet. Die Funktion als Grabstätte des ersten Kaisers des Abendlandes legte den Grundstein für die immense Bedeutung, die Stift und Kirche im Laufe der folgenden Jahrhunderte erlangen sollten. Seit 936 war die Marienkirche Krönungsort des deutschen Reiches. 30 Könige wurden hier gekrönt und inthronisiert. Daher gehen einige Exponate auf königliche Schenkungen zurück.

Das Stift hütete einen reichen Reliquienschatz, darunter die vier großen Aachener Heiligtümer, zu denen sich seit dem hohen Mittelalter eine bedeutende Wallfahrt entwickelte: die Aachener Heiligtumsfahrt. Die meisten Kunstwerke des Schatzes bergen daher Reliquien. Die bedeutendsten sind der Marienschrein mit den Heiligtümern und der Karlsschrein mit den Gebeinen Karls des Großen, der seit 1165 als Heiliger verehrt wird. Bekannteste Schatzstücke sind die Karlsbüste (um 1350) und das Lotharkreuz (um 980).

Zum Schatz gehören auch Ausstattungsstücke des Doms: die goldene Altartafel (vor 1024), der Ambo Heinrichs II. (um 1024) und der Barbarossaleuchter (um 1165). Die Schatzkammer selbst zeigt auf über 600 qm mehr als 100 Kunstwerke. Im Vordergrund stehen Werke der Goldschmiedekunst. Einzelne der 200 Gemälde und Skulpturen sowie die 2.200 Textilien werden in wechselnden, kleinen Präsentationen gezeigt. Eine Besonderheit ist der Schatz des Aachener Gnadenbildes – einer Maria mit Kind aus dem 14. Jahrhundert. Neben rund 30 Gewändern für Mutter und Kind haben sich Schleier, Kronen, Zepter, Rosenkränze und weitere Schmuckteile erhalten.

Sammlungsschwerpunkte

Sakrale Goldschmiedekunst vom 10. bis zum 20. Jahrhundert
Textilien

Besonderheiten

  • Das Museum ist barrierefrei eingerichtet.
  • Das Museum verfügt über einen Shop.