Staurothek. Domschatz und Diözesanmuseum

Limburg/Lahn

Kurzbeschreibung

Diözesanmuseum

Das Diözesanmuseum Limburg besitzt die bedeutendsten Kunstsammlungen zwischen Köln und Frankfurt am Main. Das nahe beim Dom gelegene Museumsgebäude beherbergt auch den Domschatz.

In seiner Dauerausstellung zeigt das Diözesanmuseum Glaubens-zeugnisse und sakrale Kunstwerke aus 12 Jahrhunderten. Bilder von Hans Holbein d.Ä. oder Rokokokelche zählen ebenso dazu wie mittelalterliche Büstenreliquiare, barocke Messgewänder oder ein elektrisches Hostienbackeisen. Wertvollstes Ausstellungsstück ist die ?Dernbacher Beweinung??, eine Figurengruppe aus der Zeit des Weichen Stils um 1415. Es werden Themen zur Bistumsgeschichte, zur Verehrung der Eucharistie und von Reliquien, zu liturgischen Gewändern sowie mittelalterlichen Bildwerken vorgestellt. Der Besucher erhält auch Informationen zum Limburger Dom. Unter anderem wird anhand von Modellen dessen Farbgebung vom
13. bis ins 20. Jahrhundert veranschaulicht.

Das Museum veranstaltet jährlich zwei bis drei Wechselausstellungen zu Themen der alten und zeitgenössischen Kunst. Durch verschiedene themenbezogene Führungsreihen sowie Sonderveranstaltungen (z.B. Jazzfrühschoppen oder Nächtliches Kunstvergnügen) konnte das Museum erheblich an Attraktivität gewinnen.

Domschatz

Im Limburger Domschatz befinden sich bischöfliche Insignien, Altargefäße sowie Reliquiare aus ehemals kurtrierischem Besitz. Erstrangige Zeugnisse der rheinischen Goldschmiedkunst gehören zu diesem Bestand. Des weiteren werden liturgische Geräte und Reliquiare aus dem Limburger Dom präsentiert sowie die Brustkreuze und Ringe der Limburger Bischöfe.

Den Mittelpunkt des Domschatzes bildet die berühmte Staurothek, ein byzantinisches Kreuzreliquiar des 10. Jahrhunderts. Die wertvolle Goldschmiedearbeit wurde Anfang des 13. Jahrhunderts nach der Eroberung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer aus dem Kronschatz der Kaiser von Byzanz nach Deutschland gebracht. Die Kreuzpartikel sind in einem mit Gold und Edelsteinen gefassten Doppelkreuz eingelegt, das seinerseits in einer verschließbaren Lade aufbewahrt wird. Die mit vergoldetem Silberblech umkleidete Lade schmücken Emaillearbeiten mit figürlichen Darstellungen. Der Name Staurothek steht heute sinnbildlich für den gesamten Domschatz. Damit soll über das Bewahren hinaus dessen sakrale Dimension hervorgehoben werden.

Sammlungsschwerpunkte

Kirchliche Ausstattungsstücke
Liturgische Geräte
Reliquiare
Skulpturen MA und Neuzeit
Gemälde 20. Jahrh.
Liturgische Paramente

Wechselausstellungen in der Vergangenheit (Auswahl)

2005 Kunst und Kult. Zeitschichten im Limburger Dom

2003 Andreas Hoffmann. Projekt Körperkreuz

2002 Thomas Duttenhoefer. Bischof und Stier

2001 ?? im heiligen Berufe? 150 Jahre Arme Dienstmägde Jesu Christi in Dernbach

2000 7 x VP. Ein Künstlerwettbewerb

1999 Weihbischof Walter Kampe (1909-1998). Ein Rückblick

1999 Imaginäre Orte. Architekturplastiken von Andreas Kocks

1998 ?? so schändlich zugericht?t?. Bilder von Karsten Kraft

1997 Wanda Stockwisz. Kirchenmodelle mit Wandmalereien

1995 Friedemann Hahn, Gleichnisse

1994 Walter Zacharias. Kleinobjekte und Collagen

1993 werkstattkult. Karlheinz Oswald. Plastische und grafische Arbeiten

1989/1990 Hadamarer Barock. Sakr. Bildhauerkunst des 18. Jhs.