Schatzkammer der Propsteigemeinde St. Ludgerus

Essen

Schatzkammer der Propsteigemeinde St. Ludgerus
Brückstraße 54
45239 Essen
Deutschland

Telefon: (+49) (0)201 491801
Fax: (+49) (0)201 4900526
E-Mail: schatzkammer@st.ludgerus-werden.de
Website: http://www.schatzkammer-werden.de

Ansprechpartner/in: Andrea Wegener, M.A.

Die 1979 der Öffentlichkeit zugänglich gemachte Sammlung präsentiert rund 100 Kunstwerke auf 240 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Es handelt sich um Werke spätantiker christlicher Kunst bis hin zu Arbeiten des 19. Jahrhunderts. Die kostbaren Stücke sind die Überreste des einstmals sehr reichen Schatzes der ehemaligen Benediktiner-Abtei Werden an der Ruhr.

Die Abtei wurde 799 durch den Hl. Liudger gegründet, der nach seinem Tod 809 in der Krypta der Klosterkirche bestattet wurde. Bis heute werden sie an jedem ersten Sonntag im September in einer großen Prozession durch Werden getragen.

Die Schatzkammer besteht aus zwei übereinander liegenden Räumen, die durch eine Treppe und eine weite quadratische Öffnung miteinander verbunden sind. Optischer Mittelpunkt ist eine über beide Etagen reichende Wandscheibe, an der der monumentale Werdener Kruzifix, auch Helmstedter Kreuz genannt, angebracht ist. Das um 1060 entstandene Kruzifix zählt zu den ältesten erhaltenen plastischen Kreuzesdarstellungen und zu den bedeutendsten monumentalen Skulpturen des 11. Jahrhunderts in Deutschland.

Im Erdgeschoss gruppieren sich Standvitrinen, deren Objekte z. T. in engem Bezug zum Hl. Liudger stehen, so eine Elfenbeinpyxis aus dem 5./6. Jahrhundert, der sogenannte Kelch und der „Nap“ des Hl. Liudger sowie der fränkische Reliquienkasten vom Ende des 8. Jahrhunderts. Zu den großen Kostbarkeiten der Schatzkammer gehören auch Sandsteinreliefs aus der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts. In engem Zusammenhang mit dem Helmstedter Kreuz stehend, gehören sie zu den schönsten Reliefs ihrer Zeit.

Sammlungsschwerpunkte

Mittelalterliche Schatzkunst:
Kunstwerke
liturgische Geräte
Handschriften
Paramente