Domschatz

Würzburg

Löwenkopf-Türzieher, Mainz (?), um 1040

Kurzbeschreibung

Lange glaubte man, die Kostbarkeiten des Würzburger Domschatzes seien beim Stadtbrand des 16. März 1945 weitgehend verloren gegangen. Doch eine aufwändige Suche und die Restaurierung vermeintlicher Verluste haben viele Kunstwerke aus über zehn Jahrhunderten wieder erstehen lassen. Sie werden seit März 2000 in Räumen des Marmelsteiner Hofs ? in unmittelbarer Nähe des Doms ? gezeigt.

Die Dauerausstellung des Würzburger Domschatzes unterscheidet sich von der anderer, ähnlich gelagerter Museen vor allem in ihrer Gliederung. Die Einzelwerke sind nicht nach vornehmlich chronologischen oder kunstgeschichtlichen Kriterien geordnet, sondern dokumentieren in vier Räumen die unterschiedlichen Funktionen des Doms: als Grablege mit Grabfunden, als liturgischer Raum mit gottesdienstlichen Geräten und als Kirche des Bischofs mit bischöflichen Insignien.

Die Ausstellungsstücke werden damit weniger von ihrem materiellen Wert als vielmehr von ihrer inhaltlichen und funktionalen Bestimmung her ins Licht gerückt. Die Inszenierung einer gezielten Auswahl von etwa 130 beispielhaften Exponaten in einer anthrazitfarbenen Raumschale mit punktueller Beleuchtung, untermalt von religiöser Musik aus dem Würzburger Dom, möchte die geistliche Wertigkeit des Domschatzes konkret erfahrbar machen.

Über das historische und kunstgeschichtliche Erlebnis hinaus soll der Besuch des Domschatzes so eine tiefe Begegnung mit einer christlichen Frömmigkeit sein, die für die Feier ihres Glaubens einen adäquaten künstlerischen Ausdruck sucht und findet.

Sammlungsschwerpunkte

Grabfunde
liturgisches Gerät
bischöfliche Insignien

Wechselausstellungen in der Vergangenheit (Auswahl)

2005 Im Schmelzofen geläutert. Der Domschatz nach dem 16. März 1945 ? ein Neuanfang