Erzbischöfliches Diözesanmuseum und Domschatzkammer

Paderborn

Erzbischöfliches Diözesanmuseum und Domschatzkammer
Markt 17
33098 Paderborn
Deutschland

Telefon: (+49) (0)52 51 125-1400
Fax: (+49) (0)52 51 125-1495
E-Mail: museum@erzbistum-paderborn.de
Website: http://www.dioezesanmuseum-paderborn.de

Ansprechpartner/in: Prof. Dr. Christoph Stiegemann, Dr. Christiane Ruhmann, Ursula Pütz

Das Diözesanmuseum in Paderborn darf für sich in Anspruch nehmen, das älteste seiner Art im deutschen Sprachraum zu sein. Die Gründung erfolgte am 22. März 1853.

Die zunächst im ehemaligen Kapitelsaal des Busdorfstifts, einer Gründung des Paderborner Bischofs Meinwerk (1009–1036), zusammengeführte kleine Sammlung geriet allerdings bald in Vergessenheit. Am 18. Juni 1913 fand schließlich die Wiedereröffnung statt und das Museum blühte rasch auf. Wie bereits 1853, so waren es auch jetzt vor allem Leihgaben, die unter Vorbehalt der Eigentumsrechte aus den Pfarreien kamen, darunter vermehrt beschädigte und solche Kunstwerke, die in den Kirchen ihre Funktion verloren hatten. Mehr noch als im 19. Jahrhundert wurde das Museum nun zur „Rettungsstation“ für vom Verfall bedrohte Kunstwerke.

Die damals in provisorischen Räumen des 1912 errichteten Generalvikariats unzulänglich aufgestellten Werke sakraler Kunst bilden bis heute den Kernbestand der Sammlung. Diese umfasst über 12.000 Exponate der verschiedensten Gattungen. Ihr Schwerpunkt liegt im Bereich der Skulptur von der Mitte des 11. bis zum 20. Jahrhundert, wobei den Marienbildern besonderes Gewicht zukommt, sowie im Gebiet der Schatzkunst aus Mittelalter und Neuzeit.

Seit 1975 in einem nach Entwürfen von Prof. Gottfried Böhm über den Gewölben des mittelalterlichen Bischofspalastes errichteten Neubau untergebracht, wird die Sammlung seit 1993 in rundum erneuerten und seither mehrfach umgestalteten Räumen konservatorisch angemessen bewahrt und optimal präsentiert. Zudem veranstaltet das Museum regelmäßig Sonderausstellungen zu unterschiedlichen kunst- und kulturhistorischen Themen.

Sammlungsschwerpunkte

Skulptur von der Mitte des 11. bis zum 20. Jahrhundert (schwerpunktmäßig Werke des Mittelalters und der westfälischen Barockplastik)
Goldschmiedekunst vom Mittelalter bis zum Historismus (Domschatz)